KNX Software: ETS im Überblick für Einsteiger

Wer sein Smart Home mit KNX realisieren möchte, braucht neben den Geräten im Bussystem auch noch KNX Software. So können alle Komponenten in Betrieb genommen und programmiert werden. Wir stellen die Engineering Tool Software (ETS) kurz vor.

Was ist ETS?

Erst durch die KNX Software bzw. Programmierung wird das Bussystem wirklich smart. Denn per Software lassen sich die Regeln und Funktionen festlegen, die die KNX Geräte später ausführen sollen. Genau diese umfangreiche Aufgabe lässt sich mit ETS erledigen. Das Programm eignet sich zur Inbetriebnahme, zur Programmierung und auch zur Diagnose und Fehlersuche. Es läuft auf jedem Computer und kann bei der KNX Association bezogen werden.

Wie funktioniert die KNX Software ETS?

Einmal auf dem Computer installiert, finden sich Windows-Nutzer schnell zurecht. Bevor eine KNX Anlage in Betrieb genommen werden kann, sind Gerätedaten erforderlich. Diese liefern die KNX Hersteller entweder selbst oder sie lassen sich in der ETS-Onlinedatenbank finden.

Nach dem Download kann das erste Projekt angelegt werden. Darin baust du als erstes das Haus mitsamt aller Räume virtuell nach. Durch diese Struktur lassen sich die verbauten KNX Geräte besser zuordnen. Anschließend folgt die Parametrierung von Sensoren und Aktoren. Soll mit dem Wandtaster das Licht bedient werden oder die Jalousien? Und wie schnell soll ein Dimmer seinen Zielwert erreichen? Sind die Geräte vorbereitet, geht es an die smarten Funktionen. Jede Funktion bekommt ihre eigene Gruppenadresse. Befinden sich zum Beispiel zwei Lampen in einem Raum, sie sich sowohl einzeln, als auch gemeinsam einschalten lassen sollen, dann sind dafür drei Gruppenadressen nötig: Lampe 1, Lampe 2 und Lampe 1+2.

Sobald alle Funktionen und Gruppenadressen vergeben sind, kannst du die Gruppenadressen von Sensoren und Aktoren per KNX Software miteinander verbinden. Damit bekommt also zum Beispiel der Wandtaster im Arbeitszimmer den Schaltaktor der Schreibtischlampe zugeordnet.

KNX Inbetriebnahme mit ETS Software

Per USB- oder IP-Schnittstelle bekommt ETS Zugriff auf das Bussystem. Bei der Inbetriebnahme lädt es die im Projekt enthaltenen Gruppenadressen einzeln in das System. Die Zuteilung erledigst du durch Drücken der Programmiertaste auf jedem der KNX Geräte. Dieser Schritt sollte sehr sorgfältig durchgeführt werden. Denn falsche Zuordnungen können aufwendige Korrekturen nach sich ziehen.

Fehlersuche mit KNX Software

Bei komplexen Systemen wie einer KNX Anlage kann guter Rat teuer sein, wenn etwas einmal nicht funktionierten sollte. Um mögliche Fehlerursachen sofort lokalisieren zu können, bietet ETS eine Diagnosefunktion an. Damit greift die KNX Software auf jeden Busteilnehmer zu und liest seinen Status aus. Daran lässt sich erkennen, ob er ordnungsgemäß arbeitet und mit welchen anderen Gruppenadressen er verbunden ist. Ebenfalls nützlich ist der Busmonitor, der alle Telegramme mitschneidet und anzeigt. Zusätzlich lassen sich auch Telegramme per ETS versenden, um KNX Geräte zu überprüfen.

Weitere ausführliche Informationen und Kaufmöglichkeit von ETS gibt es direkt bei der KNX Association.

 

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